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anhalten – aussteigen – auftanken
anhalten: Innehalten. Zur Ruhe kommen.

aussteigen: Durchstrecken und aufatmen. Von Zwängen befreien. Aufgeben, was das Leben bisher behindert. Neu orientieren.

auftanken: Freunde finden und Hoffnung schöpfen. Neue Sichtweisen ausprobieren. Lebensfreude genießen. Zufrieden und suchtlos leben.

Unter dem Dach des Landesverbandes verbirgt sich eine Vielzahl von Möglichkeiten für ...

  • Menschen, die von den Staus und Schlaglöchern des Alltags erschöpft sind, die aber standhalten, sich nicht umwerfen lassen wollen.


  • Menschen, die bei aufgeheizten Temperaturen den Schatten suchen, die nach mühsamen Wegstrecken und hitzigen Auseinandersetzungen wieder entspannen und klare Gedanken fassen wollen.


  • Menschen, die das Trockene suchen und nicht mehr nass werden wollen, wenn der Alltag schwierig wird.


Wer hier anhält und aussteigt, macht zwei entscheidende Erfahrungen: Jeder darf kommen, anhalten, sich öffnen und in der Gemeinschaft neue Kraft tanken. Solange sich die Zapfsäule unter dem Dach des Landesverbandes befindet, wird immer für Leben spendenden Nachschub und neue Energie gesorgt sein.


Liebe Freunde, entscheidend für unser Leben ist nicht dass wir tanken, sondern was wir tanken. Dabei müssen wir unsere Bilder, Phantasien und auch Symbole immer wieder neu definieren. Hierzu fordert uns die „Tankstelle“ mit ihrer „Zapfsäule“ auf: Nämlich persönliche Deutungen, Lebenserfahrungen und Prägungen zu überdenken und zu korrigieren. Der Gesundungsprozess verläuft dann umso stabiler, je mehr wir neugierig und lernbereit bleiben, experimentieren und neue Lebenskonzepte ausprobieren. Je mehr wir eben nicht mehr davonlaufen, sondern um konstruktive Wege ringen und dadurch weiter reifen.

Wir alle brauchen Quellen, aus denen wir Hoffnung und Energie für den Alltag schöpfen. Der „frühere Sprit“ war rund um die Uhr erhältlich, diente jedoch nur der Befriedigung der Sucht. Der Sprit, den wir heute tanken, ist eine kostbare Energie mit dem völlig neuen Mischungsverhältnis des Freundeskreis-ABCs.

Wenn ich hier mit meinem „Lebensauto“ einfahre, möchte ich nicht nur auftanken, sondern auch die Wartungsdienste regelmäßig in Anspruch nehmen und mir damit Gutes tun. Und durch die Treue zu „meiner“ Tankstelle trage ich dazu bei, dass diese auch in Zukunft zur Verfügung steht – für mich und für Andere. Wenn die Zeit dann gekommen ist, möchte ich vielleicht selbst dort mitarbeiten und für Andere da sein.

Das Bekenntnis zur Freundeskreisgemeinschaft durch eine Mitgliedserklärung ist ein weiterer Schritt auf dem Weg der Gesundung, denn es stärkt meine Identifikation und Zugehörigkeit. Vom anfänglichen Konsumverhalten und einseitigen Nehmen hin zum Ausgleich von Nehmen und Geben. So wie sich viele von uns heute aus Dankbarkeit und mit großer Selbstverständlichkeit für Andere engagieren.
Ein Mitgliedsbekenntnis muss nicht zwingend eingefordert werden, aber dennoch sollten wir neue Gruppenbesucher dazu ermutigen. Denn es unterstützt ihre Zugehörigkeit und stärkt den Freundeskreis vor Ort genauso wie die „Tankstelle“, sprich die große Gemeinschaft des Landesverbandes.

Der Wunsch ist, dass wir in unseren Freundeskreisen noch viele Menschen erreichen, die als Teilnehmer, Mitglieder und Mitarbeiter vom anfänglichen Konsumverhalten zum Mitmachen und zum Dienst für Andere finden. Dabei stärkt und bereichert jedes neue Mitglied die Gemeinschaft – und es ermutigt diejenigen, die schon viele Jahre dabei sind, zum fröhlichen Weitermachen und gemeinsamen Wachsen.

Wenn wir regelmäßig anhalten – aussteigen – auftanken, dann wird unsere Gemeinschaft gesund und stark bleiben.

 

 



Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Landesverband Württemberg e.V. • Hindenburgstr. 19 a • 89150 Laichingen • Tel. 07333 – 3778 • Fax 07333 – 21626 • E-Mail