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Warum bin ich bei den Freundeskreisen?
Man braucht doch bloß zu „googeln“, da gibt es bestimmt hunderte von Foren, in denen dir geholfen wird, in denen dir irgendjemand Ratschläge gibt:
„Stell dich nicht so an“, „Da musst du durch“, „Wegsperren, dann wird es dir schon vergehen“, „Du musst erst in der Gosse liegen“, „Du brauchst doch nur aufzuhören“!

„Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist“!

Wie bitte, wo bin ich denn hier gelandet? Zugegeben, nicht alle Beiträge sind unqualifiziert. Aber in meiner Situation herauszufinden, was für mich gut oder weniger gut ist, da bin ich im Moment ganz einfach überfordert.

Ratschläge geben = besser wissen
besser wissen = nicht zuhören
nicht zuhören = nicht verstehen


Mein Laptop bringt mir keine Empathie entgegen. Er reicht mir kein Taschentuch, wenn mir zum Heulen zumute ist. Und er nimmt mich nicht in den Arm, wenn ich am Verzweifeln bin.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Wir sind nicht gegen die Internetpräsenz, wir pflegen selbst eine Homepage und treffen uns in sozialen Netzwerken. Wir halten Kontakte über Emails, SMS und Telefon.

Aber: Kein „Hotspot“ auf der ganzen Welt kann mir das geben, was ich in persönlichen Begegnungen in der Selbsthilfegruppe meines Freundeskreises erfahren und bekommen kann:

Dass ich so sein darf, wie ich bin.
Dass man mir zuhört.
Wo wir uns untereinander auf Augenhöhe begegnen.
Wo Empathie und eigene Betroffenheit spürbar, ja, fast greifbar wird.

Hier darf ich ganz einfach nur I C H sein.


Und deshalb gehe ich in die Selbsthilfegruppe meines Freundeskreises.

Werner Cechovsky,Freundeskreis Heidenheim

 

 



Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Landesverband Württemberg e.V. • Hindenburgstr. 19 a • 89150 Laichingen • Tel. 07333 – 3778 • Fax 07333 – 21626 • E-Mail