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Blitzlichter der Schulung – Wegschauen ist die schlechteste Option Jeder weiß und riecht es, wer im Betrieb betroffen ist, aber niemand möchte den Buhmann spielen und ihn verpfeifen. Doch bei suchtbedingten Betriebsunfällen haften die direkten Vorgesetzten auch mit ihrem Privatvermögen, wenn sie den angetrunkenen Mitarbeiter nicht von seinem Arbeitsplatz entfernt haben – selbst, wenn es sich um Restalkohol vom Vorabend handelt. Erst wenn eine fachlich fundierte und für alle Vorgesetzten verpflichtende Handlungsstruktur entwickelt wird, haben Betriebsleitung und Personalabteilung die nötige Unterstützung aller Führungsebenen, um betroffene Mitarbeiter mit ihrem Suchtproblem zu konfrontieren und effektiv zu helfen. Dabei können sie jederzeit auf die Unterstützung von Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen zurück greifen. Die Hilflosigkeit der Angehörigen am Montag Morgen: „Mein Mann liegt mit Grippe im Bett.“ Ehepartner und auch Kinder versuchen unter großer Anstrengung die Fehlleistungen des suchtkranken Familienmitglieds aufzufangen und es nach einem feucht-fröhlichen Abend am nächsten Morgen in der Firma zu entschuldigen. Dieses Verhalten verlängert den Krankheitsprozess und beschreibt die Co-Abhängigkeit der Mitmenschen, denn solange Angehörige die Verantwortung für alkoholbedingte Ausfälle übernehmen, hat der Suchtkranke keinen Grund, etwas zu verändern. Erst wenn Angehörige, Kollegen und Vorgesetzte das Schweigen brechen, keine Unterstützung mehr leisten und Kontakt zur Suchtberatung und Selbsthilfegruppen aufnehmen, werden Betroffene Hilfe annehmen. Suchtworkshop – Was kostet ein Gramm Haschisch? „Es kommt drauf an, was der Markt hergibt zwischen Angebot und Nachfrage und ob du in der Stadt oder auf dem Land kaufen willst“, so Ex-user der selbst viele Jahre in der Szene war. Als Jugend- und Heimerzieher ist es ihm heute wichtig, Jugendliche zu erreichen, bevor sie in den Brunnen der Suchterkrankung fallen. Die Fragen und Beiträge der Auszubildenden sind konkret und schildern die Einfachheit, wie man trotz jungen Alters an Alkohol und Drogen herankommt. Das Konsumverhalten junger Menschen hat sich verändert und sie haben sich täglich neuen Herausforderungen zu stellen: Es wird ausprobiert, was der Markt an legalen, illegalen und pflanzlichen Substanzen hergibt. Die Folge dieses Mischkonsums ist die Mehrfachabhängigkeit, welche – je früher der Konsum beginnt – auch irreversible Schädigungen des Gehirns mit sich bringen kann. Schulungsteam „Sucht im Betrieb“ Die Freundeskreise bilden ein Schulungsteam unter Leitung des Diplom-Sozialpädagogen und Geschäftsführers Rainer Breuninger sowie suchtkranken Mitarbeitern des Selbsthilfeverbandes, die beruflich selbst in der Chefetage arbeiten. Mit kurzweiligen Beiträgen aus Theorie und Praxis vermittelt das Team den Führungskräften und Auszubildenden Entstehung und Dynamik der Sucht und wie die Krankheit frühzeitig erkannt und im betrieblichen Kontext bewältigt werden kann. Dabei berichten die betroffenen Teammitglieder aus ihrer eigenen Lebensgeschichte. Die Reaktionen der Teilnehmer machen deutlich, dass Sucht im Betrieb durchaus ein akutes, oftmals aber verdrängtes Problem ist.

 

 



Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Landesverband Württemberg e.V. • Hindenburgstr. 19 a • 89150 Laichingen • Tel. 07333 – 3778 • Fax 07333 – 21626 • E-Mail