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Angebote zu Glaubensthemen

Bibelseminar
10.5. – 14.5.2017, Christusträger-Bruderhaus, Klostertriefenstein

„Nur nichts mehr saufen kann die Hölle sein“ (Zitat), sofern der Suchtkranke und seine Angehörigen sich weder ihrer Lebensgeschichte stellen noch neue Lebensinhalte und Konfliktbewältigungsstrategien lernen.

Zur Festigung einer abstinenten Lebensweise ist es notwendig, dass die Betreffenden sich mit problematischen Prägungen und Weichenstellungen ihrer Lebensgeschichte auseinandersetzen. Dazu gehört im Sinn der Logotherapie auch die Bearbeitung von Sinnfragen sowie ein guter Umgang mit Versagen und Schuld.

Die Bibel bietet mit ihren zahlreichen historischen Berichten und Portraits aus unterschiedlichsten Zeitaltern und Kulturen einen reichen Fundus an Bildern, Modellen und Texten, welche durch die Übertragung in unsere heutige Lebenswelt für Therapie und Seelsorge nutzbar gemacht werden können. Darüber hinaus bietet die Ethik der Zehn Gebote sowie Gottes Angebot der Vergebung einen höchst aktuellen Wertekodex, welcher wichtige Schutz-, Gesundungs- und Entfaltungsräume bietet, die für eine langfristige Suchtbewältigung nötig sind.

Entsprechend werden bei diesem Seminar biblische Texte erarbeitet, in unsere gesellschaftliche Gegenwart sowie in die persönliche Lebenssituation der Teilnehmer übertragen. Die Inhalte werden über Referate, Gruppenarbeit und gruppendynamische Übungen vermittelt.

Das Seminar ist nicht konfessionell gebunden, die Teilnehmer kommen aus vielerlei konfessionellen Hintergründen.

Die Seminarleitung liegt bei einem pädagogisch und seelsorgerlich qualifizierten Theologen, welcher durch ein Team erfahrener Freundeskreismitarbeiter unterstützt wird.
 
Familienarbeit

FamilienseminarFamilienurlaub neu erlernen – neu erleben“
vom 12. bis 19. August 2017 in Reutte/Tirol

„Komm, spring“ ruft Martin mit hoffnungsvollen Augen und weit ausgebreiteten Armen seinem vierjährigen Sohn entgegen, der von einer zwei Meter hohen Mauer auf ihn runter schaut. Doch Tommy springt nicht. Keine Chance. Vati hat ihn bisher noch nie aufgefangen.
 
Martin hat vor einem Jahr eine Suchtreha gemacht und sich in seinem Herzen vom Alkohol und den Drogen verabschiedet. Und nun sucht er verzweifelt nach Wegen, seinen Kindern ein guter Vater zu sein. Doch die trauen ihm auch nach einem Jahr noch nicht.
 
Die innerfamiliären Beziehungen sind durch die Suchtdynamik zwischen den Eltern stark belastet. Darunter leiden insbesondere die Kinder. Für sie ist es extrem schwierig, ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln und einen guten Platz in Familie und Gesellschaft zu erobern.
 
Ziel des Seminars ist es, dass Kinder und Eltern neues Vertrauen zueinander fassen und lernen, ihre Zeit miteinander zu gestalten. Die Bergwelt Tirols bietet bei Wanderungen, Brückenspringen, Ballspielen und vielem mehr optimale Möglichkeiten für die Gesamtgruppe wie auch für die Familien, sich auszuprobieren und voneinander zu lernen.
 
Neben diesen gemeinsamen Aktivitäten werden mit den Eltern Fragen des Familienlebens sowie einer Sinn-erfüllten Lebensgestaltung mit Hilfe von biblischen Vorbildern und Geschichten erörtert. In dieser Zeit werden für die Kinder altersgemäße Geschichten und Aktivitäten angeboten. Das Seminar findet in einem Selbstversorgerhaus statt.

 
 
Outdoorseminar Grenzen & Vertrauen

24.9. bis 29.9.2017 in Ramsau am Dachstein/Steiermark

Die erlebnispädagogische Mitarbeiterschulung findet im Dachsteingebiet in Österreich statt und steht unter der Leitung zweier Bergführer. Unter dem Thema „Grenzen und Vertrauen“ werden die Teilnehmer beim Klettern im Naturfels, beim Durchgehen eines Canyons, bei der Begehung einer Naturhöhle sowie bei einer simulierten Bergrettungsübung gezielt an ihre persönlichen Grenzen gebracht. Dies gelingt umso leichter, als die wenigsten Teilnehmer mit den Bedingungen der „rauen Bergwelt“ vertraut sind.
 
Der therapeutische Effekt des Seminars ist dreierlei:
Persönliche Suchtbewältigung: Früher haben die Teilnehmer in subjektiv erlebten Grenzsituationen zu ihrem Suchtmittel gegriffen, heute müssen sie neue Strategien zur Alltags- und Konfliktbewältigung entwickeln.
Leitungskompetenz: Die Bergführer dienen als Modelle, wie Leitungsverantwortung in schwierigem Gelände sowie herausfordernden menschlichen Situationen sowohl mit fachlicher Kompetenz als auch sensibler Menschenführung ausgeübt werden und gelingen kann.
Gruppenarbeit: Die Teilnehmer werden geschult, mit ihren Selbsthilfegruppen Themen zu bearbeiten und Unternehmungen durchzuführen und so den Denk- und Handlungshorizont ihrer Gruppenmitglieder zu erweitern.
 
 
Angebote für Männer

Männerseminar Mann-o-Mann (für suchtkranke Männer)
13.10. – 15.10.2017 in Bad Liebenzell/Burg Liebenzell
 
Männer werden oft als das „starke Geschlecht“ bezeichnet und sie werden, soweit es um physische Anforderungen geht, diesem Klischee auch oftmals gerecht. Ein anderes Bild zeigt sich bei der Gestaltung von Beziehungen, der Bewältigung von Konflikten sowie beim Selbstbewusstsein und Selbstwert, wenn körperliche Gesundheit und Leistungsfähigkeit nachlassen oder eine Arbeitslosigkeit eintritt.
Im Seminar „Mann-o-Mann“ werden eigene wie auch gesellschaftliche Erwartungen an „den Mann“ beleuchtet. Zu unterschiedlichen Situationen suchen wir Antworten auf die Fragen: Wie gehen Männer mit sich und anderen um? Was tut Männern gut? Was kann Mann tun, um „im Scheitern“ nicht zu scheitern? Dabei geht es immer auch um Fragen einer erfolgreichen Suchtbewältigung und Abstinenz als Voraussetzung einer gelingenden Lebensgestaltung mit gesunden Beziehungen.
Das Seminar ist als Standortbestimmung mit Anregungen zur Weiterentwicklung der Teilnehmer konzipiert. Vor allem ist es für Männer gedacht, die nach einer Therapie noch keine Freundeskreisseminare besucht haben.
 
 
Persönlichkeitsseminar

Persönlichkeitsseminar „MeinICH“
17.11. – 19.11.2017 Tagungs- und Freizeitstätte, Loßburg-Wittendorf
 
Teilnehmer aus den Freundeskreisen suchen oft – meist ohne sich dessen bewusst zu sein – sich selbst und wie sie mit dem Leben besser zurechtkommen können. Die Ursache persönlicher Schwierigkeiten werden häufig außerhalb ihres Selbst bzw. meist bei den Mitmenschen gesucht. So ist das Miteinander im sozialen Umfeld belastet, bei suchtkranken Menschen ist dazu noch die Abstinenz gefährdet.
Wem es gelingt, sich zu akzeptieren, „hinter“ seine Schwächen zu schauen und seine Stärken zu entdecken, gewinnt Zugang zu seinen Ressourcen und entwickelt die Fähigkeit, Verantwortung für sich, sein Denken und sein Handeln zu übernehmen. Er scheitert dann nicht mehr am Vergleich mit anderen.
Unter therapeutischer Anleitung werden die Grundlagen des DISG-Persönlichkeitsprofils (dominant, initiativ, stetig, gewissenhaft) erarbeitet und die Notwendigkeit einer Persönlichkeitsentwicklung deutlich gemacht. Der „Gewinn“ dieses Prozesses wirkt ins persönliche und familiäre Umfeld ebenso hinein wie in die Selbsthilfegruppe, den beruflichen wie auch gesellschaftlichen Kontext der Teilnehmer.
Methodisch besteht das Seminar aus Impulsreferaten, Übungen zur Selbstreflektion sowie Einzel- und Gruppenarbeit. Der Seminarleiter ist zertifizierter DISG-Trainer.


Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Landesverband Württemberg e.V. • Hindenburgstr. 19 a • 89150 Laichingen • Tel. 07333 – 3778 • Fax 07333 – 21626 • E-Mail